Förderungen

Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen rund um Förderungen.

Was sind Fördermittel?

Fördermittel sind Darlehen oder Zuschüsse, welche von Förderbanken, der EU, Bundesregierung oder den (Bundes-)Ländern gewährt werden können. Dieses zur Verfügung gestellte Kapital soll in Unternehmen, Gemeinden, Verbänden oder Bildungseinrichtungen zur politischen oder wirtschaftlichen Zielerreichung dienen.

Ganz gleich ob es um eine Existenzgründung, die Anschaffung neuer Maschinen, die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen oder Investitionen im Unternehmen geht – öffentliche Fördermittel für Unternehmen gibt es für eine Vielzahl von unternehmerischen Vorhaben. Die meisten staatlichen Finanzhilfen gibt es in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen, also Geld, das die Unternehmen für bestimmte Zwecke vom Staat geschenkt bekommen.

Was sind Zuschüsse?

Ein Zuschuss in Form von Barmitteln kann einem Unternehmen, Privatpersonen, öffentlichen Institutionen wie Gemeinden oder Vereinen für unterschiedliche Zwecke gewährt werden.

Zuschüsse sind grundsätzlich definiert als Zuwendungen ohne Gegenleistung und müssen vom Unternehmen anders als beispielsweise ein Förderkredit in der Regel nicht zurückgezahlt werden.

  • Ein Zuschuss erhöht somit die Liquidität des Unternehmens.
    Zuschüsse sind meistens für folgende Bereiche gedacht:
  • Zur Existenzgründung
  • Erweiterung des Unternehmens
  • Anschaffung von Maschinen, Anlagen und Immobilien
  • Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen
  • Aus- und Weiterbildungen
  • Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und Energieeffizienz
  • Forschung und Entwicklung (F&E)

Durch einen Zuschuss können beispielsweise auch Personalkosten, die insbesondere für kleine Unternehmen oft einen großen Kostenfaktor darstellen, gefördert werden. Ein Zuschuss zu den Personalkosten erhalten Unternehmen vom Arbeitsmarktservice (AMS) wenn Arbeitssuchende einstellt werden. Zuschüsse gibt es ebenfalls beim Austrian Wirtschaftsservice (aws), der Wirtschaftskammer (WKO) und anderen Förderstellen.

Was sind Förderkredite?

Förderkredite sind vergünstigte Darlehen zur Unterstützung bestimmter förderfähiger Projekte. Sie sind zumeist zinsgünstig und zeichnen sich durch lange Laufzeiten und einer tilgungsfreien Zeit aus.

Förderkredite werden aus Mitteln der Bundesländer und der Bundesregierung bereitgestellt. Sie werden meistens über die Hausbank gemeinsam mit der Förderstelle wie dem Austrian Wirtschaftsservice (aws), der Österreichischen Tourismusbank (ÖHT) oder regionale Förderbanken vergeben.

Diese öffentlichen Kredite werden in den meisten Fällen für Subventionen, Investitionen oder Betriebsmittel gewährt.
Förderkredite können auch mit Garantien und Haftungsfreistellungen kombiniert werden, wie es aktuell in der Corona Krise der Fall ist. Häufig ist eine Kombination mit anderen Förderprogrammen möglich, was eine Erleichterung bei der Beantragung und ein Beitrag zur positiven Beurteilung eines Förderkredits ist.

Förderdarlehen finden viele Anwendungsmöglichkeiten. Sie können diese zum Beispiel für Bauvorhaben oder Solaranlagen, aber auch zur Anschaffung von Maschinen oder zur Existenzgründung genutzt werden.

Was sind (öffentliche) Beteiligungen?

Bei öffentlichen Beteiligungen handelt es sich sowohl um stille, als auch offene Beteiligungen. Diese haben den Vorteil, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen die Eigenmittel erhöhen und somit der weiteren Kapitalbeschaffung dienen können.

Öffentliche Beteiligungen durch mittelständische Beteiligungsgesellschaften (MBGs) haben größtenteils den Zweck, Arbeitsplätze oder Technologien zu halten und die Wirtschaftskraft dadurch zu stärken. Sie werden durch öffentliche Mittel refinanziert. Anders als bei privaten Equity-Beteiligungen sind die Konditionen für das Unternehmen meist sehr günstig und attraktiv.

Öffentliche Beteiligungen sind somit eine gute Alternative für Vorhaben, die nicht durch Bankkredite oder Fremdfinanzierungsmittel realisiert werden können.

Öffentliche Kapitalbeteiligungsgesellschaften sind private Wirtschaftsorganisationen wie Banken, Versicherungen oder Verbände, die Eigenkapital zur Beteiligungsfinanzierung zur Verfügung stellen. Diese Beteiligungen wiederum können durch öffentliche Bürgschaften abgesichert werden.

Anders als bei privaten Beteiligungsgesellschaften ist die maximale jährliche Rendite bei öffentlichen Beteiligungen fest geregelt und befindet sich meistens im unteren zweistelligen Prozentbereich.

Bei einer stillen Beteiligung wird das Beteiligungsverhältnis prinzipiell nicht öffentlich dargelegt. Der Investor ist nicht am Vermögen des Unternehmens beteiligt, sondern lediglich am Unternehmensgewinn. Entsprechend ist ein stiller Gesellschafter auch nicht als Mitgesellschafter im Handelsverzeichnis eingetragen und hat keine Mitbestimmungsrechte, sondern lediglich Kontrollrechte im Unternehmen.

Was sind Bürgschaften, Garantien und Haftungsfreistellungen?

Öffentliche Bürgschaften sind dadurch charakterisiert, dass öffentliche Institutionen als Bürgen zur Absicherung des Finanzierungsvorhabens auftreten, diese Bürgschaften sind gleichgestellt mit der Bedeutung der sogenannten „Garantie“ einer Förderstelle.

Bürgschaften sind ein Instrument der Bürgschaftsbanken oder des Staates, um durch eine Absicherung von bis zu 80% das Kreditausfallrisiko der Hausbanken zu reduzieren. Dabei wird der Antragsteller nicht vollständig aus der Haftung entlassen – die Bürgschaftsbank trägt und begleicht bei Kreditausfall lediglich den Ausfall der Hausbank und wird somit zum berechtigten Gläubiger des Kreditnehmers.

Während der Corona Krise wurde diese Absicherung eines Überbrückungskredites sogar auf 100% angehoben für Unternehmen in Schwierigkeiten bei der Kreditvergabe.

Bürgschaften sind keine eigenständige Finanzierungs- oder Förderart, sondern eine Finanzierungsergänzung zu anderen Fremdfinanzierungsformen, wie z.B. Förderkredite.

Sie werden insbesondere dann vergeben, wenn der Kreditnehmer nicht ausreichend Sicherheiten für die Kreditaufnahme bereithält.

Eine Haftungsfreistellung bezeichnet einen Kreditvertrag, in dem Kredit und Ausfallbürgschaft gemeinsam geregelt sind. Bei einer Haftungsfreistellung übernimmt die kreditgebende Bank, also die Förderbank, den übrigen Teil des Finanzierungsrisikos (z.B. 80% des Ausfallrisikos liegen bei der Bürgschaftsbank, die restlichen 20% bei der Hausbank). Für die Bewilligung einer Haftungsfreistellung findet grundsätzlich eine noch gründlichere und ausführlichere Prüfung des Investitionsvorhabens und des antragstellenden Unternehmens oder des Unternehmers statt.

F.A.Q.

Wie komme ich zu einer Förderung?

In der Regel findet man alle Förderungen die aktuell zur Verfügung stehen auf den Seiten der jeweiligen Förderstellen. Bundesweite Förderstellen in Österreich sind die Wirtschaftskammer, aws (Austrian Wirtschaftsservice), FFG und die Österreichische Tourismusbank (ÖHT). Allerdings existieren dann noch die Landesförderstellen wie z.B. in Wien die Wiener Wirtschaftsagentur. Für jedes Bundesland existieren eigene Förderstellen. Bei der Wirtschaftskammer kann man ebenfalls noch zusätzlich eine Unterteilung auf die Bundesländer machen und suchen. Auch in einzelnen Gemeinden stehen einige Möglichkeiten für Unternehmen zur Verfügung, um Förderungen von Gemeinden in Anspruch nehmen zu können.

 

In Deutschland ist sind es mehrere bundesweite Förderstellen wie die BAFA, das BMWi oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Es existieren noch viele weitere bundesweite- aber auch Landesförderstellen und Bezirksförderstellen. Bekannte Förderungen in Deutschland sind u.a. go-digital oder der Digitalbonus.

 

Sie können uns gerne kontaktieren und wir helfen Ihnen bei der Auswahl der richtigen Förderung.

Was lerne ich in der Fördermittelausbildung?

Mit der Ausbildung sind Sie in der Lage direkt nach Abschluss des Online Kurses, jegliche Förderungen selbst beantragen zu können und somit frisches Geld in Ihr Unternehmen zurückfließen lassen können. In der Online Ausbildung lernen Sie Schritt für Schritt die kompletten Grundlagen bis hin zum Fortgeschrittenen Wissen, alles zum Thema Förderungen, denn welche Förderarten existieren, wo welche Förderungen auffindbar sind und wie ich die Förderung beantragen kann.

In der Fördermittel Ausbildung PLUS erhalten Sie noch zusätzlich alle verfügbaren Case Studies und eine praxisorientierte Schulung wie und auch wo man Förderungen über welche Portale beantragen kann.

Wie werde ich Fördermittelberater bzw. Partner der FFVA?

Das Geschäftsmodell des Fördermittelberater kann mit der Online Ausbildung oder einem Seminar der FFVA gelernt werden. Dabei werden vor relevanten Themen gelehrt, die notwendig sind um Förderungen verstehen zu lernen und sie richtig beantragen zu können. Die Ausbildung beinhaltet ebenfalls das Wissen über die notwendige Projektbeschreibung und dem Maßnahmenbeginn.

Können Marketingkosten oder Betriebskosten gefördert werden?

Ja, unter gewissen Voraussetzungen. Grundsätzlich gilt, dass Marketingkosten und Betriebskosten als Einzelposition nicht förderbar sind. Allerdings gibt es spezielle Programme (go-International) wie zum Beispiel der Digitalisierungsscheck oder der Internationalisierungsscheck der Wirtschaftskammer Österreich, bei dem 7500 Euro für Marketingkosten für den Export gefördert werden. Zudem können Marketingkosten aber auch Betriebskosten bei Gesamtprojekten gefördert werden. Wenn Projekte als Einheit eingereicht werden wie bei einem Prototyp oder bei der Einführung neuer Produkte oder Dienstleistungen, ist es möglich diese als Aufwand in den Förderantrag zu integrieren.

Was ist ein Jungunternehmer bzw. Gründer?

Gründer sind Menschen, die zum ersten Mal in die wirtschaftliche Selbständigkeit starten, bzw. im Laufe der vergangenen 5 Jahre kein selbständiges Gewerbe angemeldet hatten, dann gilt man für 3 Jahre als Jungunternehmer. Manche Förderprogramme dehnen die Zeit auf 5 Jahre als Neugründer aus.

Wie finde ich die richtige Förderung für mein Unternehmen oder mein Projekt?

Der Förderdschungel ist ohne Hilfe oft schwierig zu durchschauen, vor allem aufgrund der Anzahl der verschiedenen Förderstellen und Förderprogramme. Unternehmensförderungen decken ein sehr breites Spektrum ab wie z.B. Innovations-, Technologie- und Serviceentwicklung, Investitionen, Marketingmöglichkeiten, Bildungsmaßnahmen für Mitarbeiter, Einstellung neuer Mitarbeiter usw.)

Die FFVA ist ständig auf dem neuesten Stand und hilft Unternehmen und Selbstständigen dabei, mithilfe eines Online Kurs, Förderungen für alle zukünftigen Projekte oder Investitionsvorhaben selbst und einfach beantragen zu können. Ebenfalls unterstützen wir Sie in der Beratung, bei Projekten förderfähige Ansätze zu finden, diese dann gemeinsam zu erarbeiten und zu beantragen.

Wie sicher ist eine Zusage einer Förderung (Zuschuss, Förderkredit etc.)?
Allgemein gilt: Eine Entscheidung einer Förderzusage erfolgt auf das vorhandene Budget des Förderprogramms und deren Richtlinien. Förderungen, die nach einem Wettbewerbsprinzip gehen, werden die eingereichten Anträge bewertet, miteinander verglichen und gereiht. Eine Zusage Ist abhängig von der inhaltlichen Qualität und „Sinnhaftigkeit“ des Projekts der Einreichung, sowie der Entscheidung der Experten- und/oder einer Jury. Die Jury entscheidet anhand vorgegebener Bewertungskriterien. Wichtig: Auf die Gewährung von Fördermittel besteht kein Rechtsanspruch!
Gibt es auch Alternativen zu Förderungen oder Zuschüssen?

Sollte eine Förderung oder ein Zuschuss für Ihr Unternehmen oder Projekt nicht möglich bzw. sinnvoll sein, kann Ihnen die FFVA auch mit anderen Finanzierungsinstrumenten dabei unterstützen, begünstigte oder besicherte Darlehen und Kredite in Anspruch nehmen zu können.

Wie werden Förderungen ausbezahlt und wann kann ich mit der Zahlung rechnen?
Förderungen werden unterschiedlich ausbezahlt. Bei manchen Förderprogrammen kann nach einer schriftlichen positiven Förderzusage eine Akontozahlung der zugesagten Fördersumme angefordert werden. Die Restzahlung erfolgt aufgrund von Zwischen- und Endberichten bemessen an den tatsächlich angefallenen Kosten nach Abschluss des geförderten Projektes oder Abschlusses einzelner Arbeitspakete sowie des Überschreitens der 50% Grenze der budgetierten förderbaren Kosten.
Warum wurde mein Projekt abgelehnt?

In den meisten Fällen passiert das, weil der Maßnahmenbeginn (Projektbeginn) vor Einreichung des Förderantrages gestartet hat.

Ein weiterer Ablehnungsgrund ist die kurzfristige Erstellung des Förderantrages, wo meistens Aufgrund des Zeitmangels bzw. Unterschätzung der Beantragung, qualitative Mängel im Förderantrag auftauchen.

Das Projektvorhaben entspricht nicht der Richtlinien.